Der Todesschatten der Ninja wird dich bis in deine Alpträume verfolgen!
Hong Kong,
1984
ca. 87
Min.
Robert Tai
Evia Tao
Alexander Lou, Charles Wong, Edward Payne, Douglas Farrell, Eugene Thomas Trammel, Wong Hap
FSK 18
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Oktober 1985
14.07.2005
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?
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31.10.1985
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„Es gibt ein altes und weises Sprichwort: Was man gleich erledigen kann, sollte man nicht auf die lange Bank schieben!“
„Ninja haben keine Freunde.“
„Unsichtbarkeit - alte Ninjakunst!“
Für den Inhalt des Reviews ist der jeweilige Autor zuständig. Für Fragen wendet euch bitte an diesen.
In Shanghai herrscht Ausnahmezustand. Zwischen Palmen und Reissäcken kloppen sich Asiaten in engen Kostümen.
Der Grund? Eine Art Möchtegern-Yakuza (Einheitskleidung: weißes T-Shirt, Baskenmütze und Hosenträger) will den Rauschgifthandel in der ost-chinesischen Hafenstadt etablieren. Dagegen hat die Möchtegern-Triade etwas, denn die chinesische Version der Mafia ist nämlich trotz aller Vorurteile sozial engagiert. Prostitution haben sie GERADE SO noch geduldet, ebenso das Glücksspiel - aber Rauschgift, neeeee, das geht nun wirklich zu weit! Da die Japaner aber auf ihren Willen bestehen, können sie ihre fiesen Pläne nur verwirklichen, wenn sie gleich die gesamte Chinesen-Mafia mitsamt Freund und Familie ermorden! Aber mit einem haben sie nicht gerechnet, nämlich mit Jack Do, der rein zufällig, wie die Chinesen-Mafia, ein Ehrenmann ist und es nicht zulässt, dass man Rauschgift mit Chinesen mixt!
Da Jack sich als unglaublich talentierter Kung-Fu-Kämpfer entpuppt, müssen die Japaner handeln - und importieren die vier stärksten Kämpfer der Welt! Zwei Asiaten, der Eine, ein dicker Sumo mit Chaplin-Bärtchen, der Andere, ein Standard-Chinese aus der Fabrik und dazu noch ein Europäer, ein italienischer Messerwerfer mit Zigarillo im Mund und wandernder Narbe im Gesicht und zu guter Letzt, die Krönung der US-amerikanischen Schöpfung: ein gut durchtrainierter Afro-Amerikaner namens MR.LEOPARD (mit urig schlecht immitierten Chris Howland-Akkzent). Tja, diese vier Kampfkolosse sollen nun Jack Einhalt gebieten, der natürlich RACHE geschworen hat. Wie wir aber nach unzähligen Actioner aus der Volksrepublik China (und deren angrenzenden, nach eigener Überzeugung zu ihnen gehörenden Ländern, wissen), bedeutet dies nun Stage-Fight nach „Beat 'em Up“-Muster. Soll heißen: es wird sich geprügelt, bis der Held beim Oberbösewicht angelangt ist. Es ist immer dasselbe (nur die exklusiven Drehorten wechseln) und „Mafia contra Ninja“ macht hier keinen Unterschied. Was soll man dazu also noch sagen? Es gibt schnell abgespielte Kampfchoreographien, überzogende Mimiken, wildes Geschreie, Sprüche, die selbst in den 70ern schon out waren, epileptisches Flötengedudel als Hintergrundmusik und wild hereingeschnittene Kampfgeräusche. Natürlich macht Jack als dieses Gesocks binnen mehrerer Filminuten fertig und so ist unser Protagonist nach fast einem Stündchen Gekloppe beim Oberschurken angekommen. Nebenbei wurde noch behutsam eine auf 40 Sekunden reduzierte Romanze zwischen Jack und der SCHWESTER des Oberschurkens reingeschnitten (später noch von „Bedeutung“).
Kommen wir also gleich zum großen Finale! Jack gegen den Oberschurken: bis auf eine Szene leider nur Standardprügelei. Jack gewinnt diesen Kampf natürlich - aber wer nun denkt, dass der Film bereits zu Ende ist, hat nicht mit dem Einfallsreichtum chinesischer Drehbuchautoren gerechnet, denn UNSICHTBARE Ninjas (Filmzitat: „Unsichtbarkeit - alte Ninjakunst!“), sowie die Schwester des Oberschurken (in einem lilafarbenden Ninja-Kostüm aus billigstem Polyester...), stellen sich Jack und sein hinzugeeilten Kumpel Charlie, der vom Standard-Slapsticker aus der Retorte des chinesischen Films gespielt wird, der Übermacht entgegen. Während die unischtbaren Ninjas (die übrigens sehr geübt im Herumspringen sind) mit einer von Jack ausgerissenen Palme fertig gemacht werden (ja, es ist auch so ulkig, wie es sich anhört), ist die Schwester vom Oberschurken ein bissel widerstandsfähiger (dieser aber auch nur aufgrund eine gewissen gewollten Dramatik...die leider nicht aufkommt), aber auch sie kann den vereinten Kräften von Jack und Charlie nichts entgegensetzen und muss das Zeitliche segnen. Natürlich wußte weder Charlie noch Jack, dass sie hinter der lilafarbenden Ninja-Maske steckt , deshalb wird ihr zur Ehren am Ende auch noch mal schnell eine Träne aus den dazugehörenden Drüsen gedrückt...bis der Zuschauer dann auch schon sofort (wie schon so oft erlebt) von einem großen „THE END“ erschlagen wird. Top!
Fatality:
Man kann sagen was man will, aber mit Nebensächlichkeiten verschwenden Chinesen keine Zeit, solange man Fäuste in die Story einbauen kann. Sehr schön. Türsteher von der Hafenbar kloppen sich zu Musik aus Hollywood-Klassikern („PSYCHO“...wirklich!) vor einer wilden Szenarie aus Wassefall, Italo-Restaurant und Reissäcken. Der Film gefällt und unterhält. Eine sinnfreie Synchro gibt es als Sahnehäubchen noch dazu. Da bleibt wohl nur noch eines zu sagen...5 Köppe! Einer der ganz großen Ninja-Filme!
Achso...wenn man übrigens EIN Streicholz auf zwei Säcke Kokain wirft, dann explodieren diese binnen von einer (in Zahlen: 1) Sekunde...
alte Reissäcke: 3%
ausgerissene Palmen: 7%
unsichtbare Ninja: 90%
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