New York 1997 - 10 Millionen Einwohner - jeder ein Verbrecher - Manhattan: ein Gefängnis, einmal drin, kommst du nie wieder raus, es sei denn, Du bist Snake Plessken, die „Klapperschlange“
USA,
1981
ca. 99
Min.
John Carpenter
John Carpenter, Nick Castle
Tom Atins, Harry Dean Stanton, Charles Cyphers, Season Hubley, Lee Van Cleef, Ernest Borgnine, Adrienne Barbeau, Kurt Russell, Isaac Hayes, Donald Pleasence
FSK 16
03.09.1981
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„Töten Sie mich jetzt, Snake?“
- „Ich bin zu müde Hauk. Vielleicht später.“
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Eine weibliche Stimme (im Original Jamie Lee Curtis) führt uns zu Beginn des Films in Carpenters dystopische Zukunft ein:
„1988 steigt die Verbrechensrate in den Vereinigten Staaten um 400 Prozent. Die ehemals freie Stadt New York wird das einzige ausbruchsichere Gefängnis des Landes. Umgeben wird dieses Gefängnis von einer 20 Meter hohen Mauer, welche entlang der Küste von New Jersey, über den Harlem River, bis zur Küste von Brooklyn führt. Sie umgibt ganz Manhatten Island. Alle Brücken und Wasserstrassen sind vermint. Die Polizei der vereinigten Staaten ist wie eine Armee um die Insel herum stationiert. Innerhalb des Gefängnisses gibt es keine Wächter sondern nur Gefangene und eine Welt, die sie selbst geschaffen haben. Die Regeln sind einfach. Wer erstmal drin ist, kommt nicht wieder raus.“
Das ist New York im Jahre 1997....und in dieses urbane Gefängnis stürzt der amerikanische Präsident mit seiner Air Force One ab und wird als einziger Überlebender seines Fluges vom Gangsterboss Duke entführt. Das Ziel des Dukes ist schnell klar. Er will aus New York raus und der Präsidet als Geisel dient ihm dabei als Mittel. Doch der Präsident muss binnen 24 Stunden auf einer Friedenskonferenz sein, wenn nicht droht, so simpel und schrecklich wie es klingt, der 3.Weltkrieg. Die Staatspolizei ist völlig machtlos. Der Duke droht, den Präsidenten sofort umzubringen, sollte es auch nur ein Polizist wagen, nach New York einzudringen. Die einzige Hoffnung ist Snake Plissken, ein ehemaliger Elite-Soldat, der auf solche Einsätze spezialisiert ist...
Snakes Plisskens Flucht aus New York gehört zweifelsohne zu den Sci-Fi-Klassikern der 80'er Jahre. Ob optisch oder inhaltlich - hier passt wirklich alles.
Besonders hervorzuheben ist der Cast des Films. Nicht nur Kurt Russel als wortkager Einzelkämpfer überzeugt, besonders die Nebenrollen glänzen durch ihre Schauspieler. Ob Isaac Hayes als herrschsüchtiger Duke, Ernest Borgnine als aufgedrehter Taxi-Fahrer, der sich mit der Realität nicht abfinden kann und lieber in der guten, alten Zeit lebt oder Harry Dean Stanton als Brain, der desillusionierte Wissenschaftler - alle Rollen werden nicht nur glänzend dargeboten, die Charaktere weisen auch eine überraschende Tiefe und Verschiedenheit auf, die man aus diesem Sub-Genre nicht zwingend gewohnt ist.
Ein weiterer Meilenstein ist zweifelsohne Carpenters Musik - der typische Synthi-Bass, schlicht, aber prägnant. Ein Muss für jeden Soundtrack-Liebhaber. Ebenso schlicht präsentiert sich die optik des Films, ob in der Kameraarbeit oder der Ausstattung. Wir bekommen ein heruntergekommenes, dunkles, verrotetes Manhattan zu Gesicht, welches nur noch ein leichter Schatten seiner selbst ist. Die Insassen dieses Gefängnisses nutzen die Überbleibsel der Zivilisation nur noch zu dem simpelsten Zwecken, da es eh´ keinen Wert mehr besitzt. Ob ein Pelzmantel mal 10.000 Dollar gekostet hat, spielt keine Rolle, solange er wärmt...und diese kleinen Details verpassen diesem SciFi-Werk einen großartigen Hauch an Realität, den nur wenige Filme dieser Art einfangen können.
Fatality:
„Die Klapperschlange“ gehört ohne Frage zu den besten Filmen John Carpenters. Ob Musik, Kamera, Spiel - alles passt und könnte nicht besser sein. Carpenter gehörte damals zu den besten und innovativsten Regisseuren Hollywoods und „Die Klapperschlange“ stellt für mich persönlich den Höhepunkt seines Schaffens dar. Dafür kann ich nur 5 Köppe verteilen...mit Sahnehäubchen!
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