Miles O’Keeffe, Lisa Foster, David Brandon, Charles Borromel, Kiro Wehara, Robert Black, Donald Hodson, Stephan Soffer, Nello Pazzafini, Osiride Pevarello, Sandra Carle, Nancy Hall
FSK 16
09.03.1984
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2005
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11.11.1995 (Pro7)
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„Diese Fantasy-Sage erzählt den gigantischen Kampf des unbesiegbaren Ator mit den Mächten der Finsternis. [...] Dieses große Film-Epos läßt in einer Orgie von Farben und Bildern eine fantastische Welt entstehen, deren Bann sich keiner entziehen kann.“ (Coverzitat)
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Joe D’Amato, der alte Schweinehund, versteckt sich beim Regie- und Drehbuchposten mal wieder hinter dem angelsächsischen Pseudonym David Hills - dabei wäre dies im Fall des Drehbuchs gar nicht nötig gewesen - es gibt nämlich keins. Und das ist nicht einmal als Scherz gemeint. Der Bastard D’Amato hatte aber Miles O’Keeffe noch unter Vertrag - also kramte er seine Kameras hervor, schmiss ein paar tausend Lire in den Ring, scheuchte angetrunkene Barleichen mit angeklebten Bärten durch dunkle Höhlen und hob ein paar alte Filmschnipsel des ersten Teils vom Boden auf. Am Ende kam Teil 2 dabei heraus.
Ans Eingemachte: Der alte, weise Magier Akronos hat die Macht einer alles vernichtenden Energiequlle erforscht. Er nennt sie „Das Strahlende“ - heutzutage nennt man es Atomkraft. Wie er es schaffte, die Energiequelle überhaupt zu erforschen soll ein Geheimnis bleiben - anscheinend reichte allerdings ein alter Tisch, ein paar blubbernde Gefäße und ’ne Höhle dazu aus.
Es dauert nicht lange, bis ein finsterer Herrscher vorbeischaut und die alles zerstörende Kraft einfordert. Hier heißt er Zoran, trägt ’ne Mischung aus Topfschnitt und Nackenspoiler auf’m Kopp und ist auf die Weltherrschaft aus.
Glücklicherweise ist der schlacksige Ator ein alter Kumpel von Akronos - und so bringt er „Das Strahlende“, sowie seine Tochter Mila (kann lachen wie die Sone über Fujiyama) in Sicherheit vor Zoran. Doch auf dem Weg zum Filmende muss er noch eine Gummischlange, sowie mehrere Gestalten verdreschen...
Nach langem Suchen stießen wir beim VHS-Kassetten Ausverkauf auf diese Perle des tiefgründigen Dramas. Versehen mit dem bewährten und durch nichts zu ersetzenden Miles O’Keefe in der Hauptrolle, einem dutzend Laien in allen anderen Rollen, sowie einem Geschmacksblinden im Regiestuhl hat dieser Film es geschaft „Iron Warrior“ als schlechtesten Fantasyfilm abzulösen. „Ator II - Der Unbesiegbare“ ist zweifelsohne der bisher (!) trashigste Barbarenfilm, der mir unter die Augen gekommen ist - inhaltlich als auch optisch.
Höhepunkte gefällig? Hier sind sie: Ator bekommt Besuch von der Tochter seines Lehrmeisters, welche eine lebenswichtige Botschaft zu überbringen hat. Natürlich kann Ator niemanden vertrauen, also sperrt er sie in eine Zelle. Nun nimmt die Gute etwas Schwefel aus einer zufällig am Boden postierten Schwefelquelle, etwas Salpeter von den Höhlenwänden und präpariert somit Schwarzpulver um die Zellentür zu sprengen. Natürlich hat Ator der Barbar damit gerechnet, denn das Ganze war nur ein Test um festzustellen, ob sie auch wirklich die Tochter des Lehrmeisters ist. Wo ich gerade bei Höhlen bin, kann ich auch gleich das in diesem Film stark präsente Kulissen- und Requisieten-Sharing nennen: Ein und dieselbe Höhle (aus Styropor natürlich) wird mal als Labor , mal als Behausung eines Neandertalerstammes oder Schmiede verwendet.
Dementsprechend auch die Restausstattung des Films. Absolute Gipfel stellen folgende Szenen dar:
Ator fliegt mit einem grün-weißen Paraglider über das Schloß seines Meisters, welches wir vom Aussehen im Film als romanisches Kastell (passend zum italienischen Drehort) erkennen. Plötzlich eine Luftaufnahme: Schloß Neuschwanstein! Mit bayrischer Königsflagge! SO ETWAS HABE ICH NOCH NICHT ERLEBT! Noch nie! Nie! Danach: Ator landet im Schloß. Garantiert nicht Neuschwanstein.
Gipfel Nummer 2: Kämpfte Ator laut minutenlanger Rückblende im ersten Teil gegen einen Spinnenkult, muss er sich hier unter anderem gegen einen Schlangenkult (HUCH, woher kenn ich das bloß?) durchsetzen. Natürlich landen er und seine Begleiterin dabei in einer Grube mit einer Riesenschlange. Und was für eine. Kennt jemand die chinesischen Neujahrsdrachen, unter denen sich eine handvoll Feiernder bewegt? So eine Puppe stellt hier die Riesenschlange dar, komplett mit aufgenähten Stoffaugen und umherschlackernder Zunge. Aufgehangen an sichtbarem Draht.
Fatality:
Wie gesagt: „Ator II - Der Unbesiegbare“ ist bisher der trashigste Barbarenfilm. Geht es noch weiter?
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