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Omen, Das

The Omen

-

Einen Tag näher dem Ende der Welt.

USA, 1975

ca. 103 Min.

Richard Donner

David Seltzer

Gregory Peck, Lee Remick, David Warner, Billie Whitelaw, Harvey Stephens, Patrick Troughton, Martin Benson, Robert Rietty, Tommy Duggan, John Stride, Anthony Nicholls, Holly Palance

 

 

FSK 16

25.09.1976

November 1982

17.05.2001

07.11.2008

?

04.12.1984 (ZDF)

-

-

 

 

 

 

 

 

 

 

„Wenn die Juden sich über Zion erheben und ein Komet den Himmel teilt und das römische Imperium neu ersteht, dann endet unser beider Leben. Aus dem ewigen Meer steigt er empor, stampft Armeen aus dem Boden hervor. Es töten die Brüder sich, die Erde wird leer und die Menschheit existiert nicht mehr.“

 

 

Für den Inhalt des Reviews ist der jeweilige Autor zuständig. Für Fragen wendet euch bitte an diesen.

 
Uh-oh... Am 6.Juni um 6 Uhr morgens („vor fünf Jahren“) wurde ein Kind geboren. Die Eltern starben...


Der US-Botschafter in Rom, Robert Thorne, entschließt sich das Kind zu adoptieren. Seine Frau brachte zum gleichen Zeitpunkt ebenfalls ein Kind zur Welt, welches aber verstarb. Seine Frau lässt er über die Adoption im Ungewissen und Damien, wie das Kind genannt wird, wächst behütet auf. Als Robert US-Botschafter in England wird und Damien sein fünftes Lebensalter erreicht, geschehen immer mehr MERKWÜRDIGE Vorkommnisse. Auf seinem Geburtstag erhängt sich eine Haushaltsdame - auf doch sehr dramatische Weise: Strick an die Decke und ab durch´s Fenster. Aber das ist noch nicht alles. Knurrende Rottweiler schleichen umher, Damien guckt fieser als ein Rot-Armist und ein Priester warnt Robert eindringlich, dass Damien der Antichrist sei, der im Schlepptau das abgrundtief Böse über die Erde bringen wird. Natürlich glaubt Robert ihm nicht. Erst als der Priester stirbt und der Fotograf Keith Jennings ihm Fotos vom Priester zeigt, auf dem immer ein schwarzer Strich ihn durchzieht, kommt er ins Grübeln. Der Priester starb bei einem plötzlichen Gewitter durch einen herabfallenden Blitzableiter, der ihn durchbohrte. Waren die schwarzen Striche Vorzeichen seines Todes? Waren alle Unfälle nur Zufall? Und warum hat Damien einen Leberfleck auf dem Kopf, der die Zahlen 666 formt? Robert ist sich sicher - sein Sohn ist die Wiedergeburt des Antichristen...und diesen kann man nicht mit bloßen Exzorzismus bezwingen...sondern nur durch eine rituelle Tötung...!!!


„Das Omen“ hat es in sich. Hervorragende Schauspieler, geniale Atmossphäre, überzeugendes Drehbuch (natürlich im Rahmen des Szenarios, welches der Film uns bieten will). Nur ein einziges Mal bringt der Film den Zuschauer ungewollt zum Schmunzeln, wenn dem Reporter Keith Jennings durch eine Glasscheibe der Kopf abgetrennt wird. Sichtlich ulkig plumpst der (Pappmaschee?)-Kopf umher - und das auch noch in Zeitlupe. Selbst im Jahre 1976 sah das nicht sehr überzeugend aus. Ich kann es mir jedenfalls nicht vorstellen. Das man an dieser markanten Stelle keinen anderen Weg gefunden hat den Mord darzustellen ist mir rätselhaft. Ebenfalls merkwürdig ist es, dass im Film sich konsequent geweigert wird, das Geburtsdatum Damiens zu nennen. Man spricht immer vom 6.Juni „vor fünf Jahren“. Hmh, egal, da dies auch wirklich die einzigen etwas merkwürdigen Stellen im Film sind. Der Rest ist wahrlich Horrorkost vom Feinsten. Besonders der Aufbau der Szene, in der, der Priester stirbt (durch den herabfallenden Blitzableiter) ist genial in Szene gesetzt. Die Qualität dieser Szene macht sich vor allem dann bemerkbar, wenn man dazu die gleiche Szene des Remakes aus dem Jahre 2006 sieht. Selbst mit heutigen Mitteln (CGI-Effekte, digitaler Schnitt, hochauflösende Kameras, Roboter-Statisten...ach, ne quatsch) schaffte man es nicht, diese Szene in seinem genialen Aufbau zu kopieren. Zum Remake verliere ich aber an dieser Stelle nicht viele Worte, denn dafür gibt’s ein eigenes Review.


Was Remakes heute sind, waren anno 1976 im großen Stile Fortsetzungen (die ja heutzutage auch noch sehr populär sind) und so entschied man sich insgesamt 3 Fortsetzungen zu drehen, die allesamt recht ordentlich sind und erst mit dem vierten Teil, der kein Kino-, sondern ein TV-Film (!) war, wirklich absackte. Mit dem Wissen der Fortsetzungen ist natürlich der Filmgenuss nur eingeschränkt zu genießen. Gar nicht mal, weil man weiß, das Damien zwangsweise überlebt, sondern nur wegen dem genialen Ende von „Das Omen“. Das letzte Bild des Films und was danach kommen könnte, hätte man der Fantasie des Zuschauers überlassen sollen. Dafür kann natürlich der erste Film an sich nichts. Es ist halt eben einfach nur Schade, dass man dieses Ende durch Fortsetzungen völlig verwässerte.


Extra zu erwähnen wäre noch der geniale Soundtrack von Jerry Goldsmith. Dunkle Chorgesänge geben dem Zuschauer einen Extra-Thrill. Besonders das Stück „Ave Satani“ hat es in sich und sollte meines Erachtens in keiner Filmmusik-Sammlung fehlen. Als Trivia nebenbei: von der Qualität der Musik war auch die Academy überzeugt und vergab an Jerry Goldsmith dafür einen Oscar.

Fatality:
Bei berühmten und vielzitierten Werken wie „Das Omen“ kann man ein Review mit Superlativen zum Überlaufen bringen und jedes positive Wort, welches man verliert, würde der Film auch verdienen. Es ist eben ein Horrorklassiker (oder einer DER Horrorklassiker schlechthin), der sich den Zusatz „Klassiker“ ohne Frage verdient und in allen Bereichen überzeugen kann. Solche Filme wünsche ich mir wieder zurück - Filme ohne wackelige Kamerafahrten, CGI-Blut oder jugendlich aussehenden Hauptdarstellern. Für sowas gibt’s 5 Köppe ohne Hinterfragen.
 

 

 

 

Legende  

 

 

 

 

 

 

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