Mel Gibson, Joanne Samuel, Hugh Keays-Byrne, Steve Bisley, Tim Burns, Roger Ward, Lisa Aldenhoven, David Bracks, Bertrand Cadart, David Cameron, Robina Chaffey, Stephen Clark
FSK 18
29.02.1980
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27.09.2001
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31.12.1983
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„Die Kette an der Handschelle ist aus Edelstahl. Du brauchst etwa 10 Minuten, um sie durchzusägen, aber wenn du Glück hast, dann schaffst du es in 5 Minuten deinen Knöchel durchzusägen.“
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Hier ist sie: die Mutter aller Endzeitschinken...
1979 in Australien von Schorsch Miller mit einem Budget von rund 400.000 Dollar inszeniert (welches sich Miller drei Jahre lang als Rettungsassistent zusammensparte), avancierte das Werk schon sehr schnell zu einem Kulthit und zog zwei Fortsetzungen hinter sich her (Gerüchte um einen vierten Teil reißen seit Jahren nicht mehr ab). Der Einfluß von „Mad Max“ auf das SciFi-Genre im Ganzen ist unbestritten und dessen wahre Bedeutung erkennt man spätestens dann, wenn man sich vor Augen führt, dass der Streifen ein gesamtes Sub-Genre zwar nicht begründete, es aber wie kaum ein anderer Film in den Grundfesten erschütterte und veränderte. Natürlich wird der Kenner nun anmerken, dass der eigentliche Endzeit-Boom mit der zweifelsohne nicht minder genialen (vielleicht sogar besseren) Fortsetzung „Mad Max 2 - Der Vollstrecker“ begann, dennoch ist dies Ground Zero - der Anfang (vom cineastischen Ende).
Kurz vor dem nuklearen Overkill regiert Terror die Straßen Australiens. Die gesellschaftlichen Strukturen sind kurz vor dem Zusammenbruch. Nur ein paar Polizisten stellen sich der Übermacht der brandschatzenden Wikinger der Endzeit (hier: Motoradbanden mit Make Up) entgegen und versuchen mit den wenigen Mitteln, die sie noch zur Verfügung haben, Recht und Ordnung aufrecht zu halten...oder zumindest den Anschein zu wahren. Dies scheint die „Glory Riders“, eine skrupellose Rocker-Gang, nicht sonderlich zu beeindrucken, die mordend, plündernd und vergewaltigend durch die Gegend zieht - und sogar vor Polizistenmord nicht zurückschreckt. Die Polizei ist machtlos.
Einer von ihnen ist Max Rockatansky. Jung, hitzköpfig, Familienvater und Träger enger Lederhosen. Zusammen mit seinem besten Freund Gus schafft er es einen der „Glory Riders“, der Nightrider, der vorher ein Päarchen terrorisiert und ein junges Mädchen vergewaltigt hat, ins Gefängnis zu vefrachten. Doch leider reichen die Beweise nicht aus und der Rocker wird wieder freigelassen und rächt sich an Gus. Dieser wird bei einem Überfall der Gang so schwer verletzt und enstellt, dass er an den Folgen dessen sterben wird. Max ist außer sich und fordert die anderen Polizisten auf, endlich zu handeln, doch hier gibt man ihm nur den Rat, aus eigener Sicherheit Abstand zu halten.
Max erhält vorzeitig Urlaub und soll mit seiner Familie ans Meer fahren und ausspannen. Den „Glory Riders“ kann er allerdings nicht entkommen und so fallen sein kleines Kind und seine Frau der Gang zum Opfer. Max, am Boden zerstört, quittiert seinen Dienst, da er weiß, dass die Justiz nichts mehr ausrichten wird. Egal, ob er die Gang einfängt oder nicht, eine gerechte Strafe wird ihnen nicht zuteil werden und nimmt er die Justiz selber in die Hand und startet eine grausame Vendetta...
George Millers Debütfilm gehört nicht nur zu den profitabelsten Streifen der Filmgeschichte (Platz Zwei hinter „The Blair Witch Project“), sondern auch zu den wichtigsten Werken Australiens, das die Augen der Filmwelt auf Down Under richtete und eine ganze Reihe an jungen Aussie-Filmemachern eine Chance gab. Natürlich war der Streifen, wie bereits erwähnt, auch für das SciFi-Genre von unschätzbarer Bedeutung und das Genre maßgeblich beeinflußte. Und das alles aus der Feder eines Rettungsassitenten...
Dies ist keineswegs abwertend gemeint, ganz im Gegenteil. Es ist beeindruckend, was George Miller hier auf die Beine gestellt hat und den meisten Leuten ist gar nicht bewußt, das „Mad Max“ eine reine Independent-Produktion ist. So independent, das George Miller sogar seinen eigenen Wohnwagen für eine Filmszene opfern musste, um die Kosten niedrig zu halten (falls man bei einem investierten und über Jahre ersparten Privatvermögen von 400.000 Dollar überhaupt noch von niedrig sprechen kann). In der Regel wurden sogar die Autos für mehrere Szenen wiederverwertet und ledig umlackiert (die nasse Farbe ist im Film übrigens zu sehen) und nur Mel Gibson bekam eine echte Lederkluft, während die restlichen Polizisten in Imitaten durch die Gegend schlenderten. Die Rocker-Gangs sind echte, sowie die Schmerzen die, die Motorradstunts nachsichzogen (zum Glück schauten Millers Krankenhaus-Kumpels bei den Drehs regelmäßig vorbei). Wie gering die eigentlichen Produktionskosten wirklich waren, sieht man beim Tod von Toecutter, Anführer der „Glory Riders“, der von einem LKW platt gemacht wurde. Selbstredend durfte der LKW keine Schramme davontragen, weswegen man einen selbstgemalten Schutz vor den Kühler spannte...
Miller schaffte es mit den geringen Mitteln einen perfekten, visionären Kultfilm zu schaffen. Das Ergebnis ist beeindruckend - der Versuch allein nicht minder.
Fatality:
Es gibt Filme, zu denen man nicht viel schrieben brauch. Der „wütende Maximilian“ (nicht „verrückte“, wie oftmals falsch übersetzt) gehört dazu. Das Original eben. Oft kopiert, nie erreicht. Wer es nicht kennt, explodiert in T-3 Sekunden. 5 volle Köppe, für die Endzeitschaukel, die alles in Bewegung setzte.
Straight Edge: 10%
Make Up: 23%
Down Under: 67%
Handschellen: 97%
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