Reb Brown Corinne Clery, John Steiner, Carole André, Luciano Pigozzi, Ayshe Gul, Aytekin Akkaya, Marina Rocchi, Sergio Nicolai, Ludovico Della Jojo, Adrian Akdemir, Herent Akdemir
FSK 12
16.03.1984
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2001
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„Ich bin Yor, der Jäger und komme aus den Bergen!“
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Was tut man in einer Zeit, in der das Publikum sowohl auf Fantasy- als auch aus Science-Fiction-Filme abfährt, man aber nur die Kohle für einen (halben) Film hat? Man produziert einen Science-Fiction-Barbarenfilm basiernd auf einem Kult-Comic, heuert Italo-Veteran Antonio Margheriti an und kloppt 'nen blonden Ami-Hühnen ins Bild.
Und welcher blonde Ami-Hühne wäre wohl besser für die Rolle von Yor, dem Jäger aus der Zukunft (und aus den Bergen!) geeignet, als Reb Brown? Einige wohl! Trotzdem wird natürlich Reb Brown genommen (denn er war ja mal Captain America), ihm ein Biberfell um die Lenden gewickelt, ein Scheitel auf dem Kopf gesetzt und 'ne dicke Keule in die Hand gedrückt. So, nun darf er über italienische Hügel kugeln und sich mit futuristischen Herrschern mit Allmachts-Fantasien rumprügeln, inklusive schwarz-gekleideter Stormtrooper-RippOfs...
Yor ist Jäger (aus den Bergen!) und nur mit einem Lendenschurz bekleidet. Das würde in unserer Welt durchaus negativ auffallen und im Knast enden, aber Yor hat in seiner Zeit kein Problem damit. Die Welt in der er lebt, ist bevölkert von verschiedenen Stämmen von Steinzeitmenschen und gemeinen Dinosauriern, denen er mit seinem Knüppel gerne mal das Licht auspustet.
So in den ersten fünf Filmminuten geschehen, die in der Rettung der ansehnlichen Ka-Laa und ihrem Vater Pak enden. Natürlich ist die Dame von Vorgestern durch rohe Gewalt zu beeindrucken und deswegen schmeißt sie sich auch gleich an ihn ran - und das sie hierbei die richtige Wahl getroffen hat, dürfte schnell klar sein. Denn Yor ist nicht nur der Titelheld, der bis zur zehnten Filmminute Ka-Laa nicht nur vor einer Horden Affenmenschen, die, die Frauen ihres ganzen Stammes zwecks Fortpflanzung entführen, rettet, sondern sogar der SOHN eines ollen ZUKUNFTSHELDEN ist! Denn auf ihrer Odysee durch die steinzeitliche Pampa treffen Yor und Ka-Laa nicht nur auf weitere Affenmenschen und Riesenechsen, die Yor alle umkloppen darf, sondern auch auf Roa und ihre Peeps. Und Roa trägt dasselbe Amulett um ihren Rachen wie Yor. Ein Omen? Wahrscheinlich. Aber bevor Yor zuviele Gedanke darüber verschwenden kann, platzen auch schon wieder die Affenmenschen ins Bild. Diesmal muss Roa, zur Freude von Ka-Laa, ihr Leben lassen. Yor, immer noch das Amulett im Hinterkopf, entscheidet weiter nach dessen Herkunft zu suchen. Nachdem er einer Riesen-Fledermaus den Kopf zerdeppert hat, rettet er auch sogleich noch einen anderen Stamm vor einem Dimetrodon (Urzeit-Echse...die mit dem Sonnenschirm auf'm Rücken). Dort trifft er auf einen Fischerstamm, der ihm sagt, dass das Amulett von einer entfernten Insel stammen müsste.
Bevor Yor darüber überhaupt nachdenken kann, wird das Dorf der Fischer bombadiert! Wo immer diese Fluggeräte mit ihrer tödlichen Fracht herkommen, sie müssen gestoppt werden! Yor macht sich mit seinen neuen Kameraden per Floß auf den Weg zur Insel (achso, ja: da kommen sie her...). Woher er segeln gelernt hat, weiß niemand (er kommt ja aus den Bergen!), aber hier zählt eh nur seine Kampfeskraft und die wird sofort wieder unter Beweis gestellt...
Denn angekommen auf der Insel platzen bereits futuristische Stahlhelm-Imitate vor die Kamera! Wer hier übrigens ein Déjà-vu-Erlebnis hat, ist nicht allein - ja, dies ist Italo-Film-Recycling at its best! Die gesamte Garnitur der Roboterschurken stammt aus Aldo Lados SciFi-Mayhem „Kampf um die 5. Galaxis“ von 1979...warum auch nicht. Schont die Umwelt und den Geldbeutel.
Zum Glück wurde hier aber nicht bei der Story gespart, denn jetzt kommt's richtig Dicke: Die Insel wird vom Höchsten (Originalname: OVERLORD!) beherrscht - ein verrückter Wissenschaftler mit Kapuze. Vor geraumer Zeit wurde die Erde durch einen Atomkrieg vollkommen zerstört - nur eine kleine Gruppe Wissenschaftler hat sich auf eine Insel zurückgezogen und dort durch High-Tech überlebt. Doch irgendwann hat der Höchste die Macht an sich gerissen. Yors Eltern sahen sich gezwungen Yor zu schützen und in der Barbarenwelt - zwischen Affenmenschen und Dinos - auszusetzen. Nun kehrt Yor, der prophezeite Steinzeit-Scheitel, zurück...
...und als ob das noch nicht genug wäre, will der Höchste auch noch Yors DNA - um neue Kampfroboter zu züchten...
Herrje, was Antonio Margheriti uns hier aufbietet grenzt schon an schieren Wahnsinn. Hier treffen zwei Genre-Kolosse unaufhaltsam aufeinander, die bei ihrem Aufprall dem Zuschauer vollkommen umhauen. Im wahrsten Sinne der Wortes. Wir haben hier Dinosaurier und Keulen, Bombardements und Laserstrahlen, Plastikanzüge und Dauerwellen. Ich bin eigentlich immer noch vollkommen baff...
Hier stoße auch ich an meine Grenze. Wenn es für einen Film das Etikett „UNBEDINGT ANSCHAUEN - KANN MAN NICHT BESCHREIBEN!“ gibt, dann gilt das wohl ausnahmlos für „Einer gegen das Imperium“...
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