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Omen, Das (Remake)

The Omen

The Omen 666

Aus dem ewigen Meer steigt er empor. Stampft Armeen aus dem Boden hervor. Es töten die Brüder sich, die Erde wird leer. Und die Menschheit existiert nicht mehr.

USA, 2005

ca. 110 Min.

John Moore

David Seltzer, Dan McDermott

Vee Vimolmal, Nikki Amuka-Bird, Reggie Austin, Marshall Cupp, David Thewlis, Liev Schreiber, Julia Stiles, Mia Farrow, Michael Gambon, Pete Postlethwaite

 

 

FSK 16

06.06.2006

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13.12.2006

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- (noch) kein Zitat -

 

 

Für den Inhalt des Reviews ist der jeweilige Autor zuständig. Für Fragen wendet euch bitte an diesen.

 
Die Remake-Welle reißt nicht ab. „Texas Chainsaw Massacre“, „The Hills have Eyes - Hügel der blutigen Augen“, „Wicker Man“...etc...nun „Das Omen“. Einen Grund warum man diesen Klassiker des 70er-Horror eine Neuverfilmung verpassen muss, verstehe ich nicht so ganz. Zwar hat der Streifen seine 30 Jahre schon auf dem Buckel, aber kaum ein Film aus dieser Ära funktioniert auch noch heute so gut. Bleibt also bloß eine Schlussfolgerung übrig: das schnelle Geld. Gut, Hollywood ist eine Filmwirtschaft und natürlich muss Hollywood zu sehen, das die Kassen irgendwie klingeln. Nur so kann es überleben und nur so kann es in neue Filme investieren und auch mal „Gefahren“ eingehen und höher budgetierte Filme in die Produktion werfen (oder aber auch gewagten Filmprojekten und Jung-Regisseuren eine Chance geben). Gegen das Geld verdienen an sich ist somit überhaupt gar nichts einzuwenden. Wenn man allerdings einen Horrorklassiker wie „Das Omen“ schon neuverfilmen MUSS, dann sollte man wenigstens versuchen der Geschichte neue Aspekte abzugewinnen. Also, eine Neu-Interpretation, anstatt einer Neu-Verfilmung. Doch dieses geschah leider nicht. In keinster Weise. Vielmehr handelt es sich bei dem Remake um eine bloße Kopie, die, die Geschichte EXAKT nacherzählt (ähnlich der Neuverfilmung von „Amityville Horror“).

Beim Betrachten des Films hat man ein 90-minütiges Déjà-vu. Alles hat man bereits gesehen. Natürlich - ist ein Remake. Schon klar. Aber man hätte doch wenigstens Storyelemente verändern und nicht bloß „updaten“ können. Eine Abweichung vom Original kommt größtenteils nicht einmal im Dialog vor. Stellenweise sind sogar die Kameraeinstellungen übernommen werden. Das dies kaum funktioniert (zumindest nicht als EIGENSTÄNDIGER Film), bewies bereits Gus Van Sant mit seinem „Psycho“-Remake, welches eine 1:1-Kopie von Hitchcocks Geniestreich war. Dennoch war die Neuverfilmung von „Psycho“, quasi mal ein Update eines Filmes zu sehen, noch recht interessant. Seine Existenz möchte ich dem Film also nicht absprechen, aber es bleibt ein fauler Geschmack im Mund, wie beim Remake zu „Das Omen“. Man fragt sich eben einfach nach dem Sinn einer Neuverfilmung, wenn diese lediglich den Film von 1976 nacherzählt. Gut...wäre „Das Omen“ von 1933 dann könnte ich eine bloße Kopie verstehen. Neue Effekte, Farbe, mehr Budget, etc. Da wäre das Alter (vorallem das visuelle) zwischen Original und Remake groß genug (wie bei „King Kong und die weiße Frau“), um die Geschichte für ein neues Publikum aufzubereiten. Aber das der Originalfilm gerade mal 30 Jahre alt ist und noch heute absolut überzeugen kann, macht ein Remake, oder diese bloße Kopie, recht fragwürdig.

Bedeutet dieses Alles nun, das der Film schlecht ist? Nein. Der Film ist ohne Frage handwerklich sehr gut gemacht. Würde der Originalfilm nicht existieren, tja, dann wäre der Streifen vielleicht sogar eine Bombe. Er hat Stil und Atmossphäre, überzeugende Schauspieler (mit Ausnahme von Julia Stiles - großes Talent, aber um als BOTSCHAFTER-EHEFRAU überzeugen zu können, ist sie einfach 15 Jahre zu jung), hervorragende Kameraarbeit und einen guten Score, der zwar nicht an die Genialität von Jerry Goldsmiths oscarprämierter Originalmusik herankommt, aber das wäre auch kaum vorstellbar. Also, der Film ist gut - aber letztlich eben nur eine Kopie...und das ist das große Manko. Wer das Original kennt, der wird mit dem Remake nicht viel anfangen können. Ganz im Gegenteil. Alles ist (natürlich) absolut vorhersehbar, weil eben schon bekannt und so kommt recht schnell Langeweile auf. Wie bereits gesagt, nicht weil der Film schlecht ist, aber eben weil es nur eine exakte Kopie ohne Innovationen ist. Wie exakt dies ist, sollen mal folgende Bilder belegen, die ich zusammengebaut habe. Hierbei handelt es sich zum einem um zwei recht große Momente des Films und zwei kleinere Situationen (links der Original-Film, rechts das Remake):

Damians Nanny begeht vor versammelter Mannschaft Selbstmord. Vom Prinzip her wurden nur minmale Änderungen vorgenommen. Im Original segelt die Nanny noch rückwärts durch ein Fenster. Im Remake knallt sie gegen die Häuserwand. Desweiteren hält im Original Thornes Ehefrau Damien auf dem Arm, im Remake ist es Thorne selber. Der Rest ist identisch.





Eine kleinere Situation. Nach dem Nanny-Selbstmord erwartet Thorne vor dem Botschaftsgebäude eine Horde Fotografen. In der Original-Fassung noch recht übersichtlich, im Remake hingegen ein regelrechter Auflauf. Beim Betreten der Botschaft rempelt Thorne aus Versehen einen Fotografen an und zerstört seine Kamera. Selbst die letzte Einstellung, wie der Fotograf auf seine kaputte Kamera blickt, hat man übernommen.





Der zweite Mord geschieht. Der Priester, der Thorne vor Damien warnte wird regelrecht von einem Gewitter verfolgt. Er steigt über ein verschlossenes Eisengitter-Tor und versucht sich in eine Kirche zu retten, die allerdings abgeschlossen ist. Bei einem Blitzeinschlag löst sich der Blitzableiter vom Kirchturm, fällt herab und spiezt den Priester auf. Abgesehen von der Tatsache, dass der Flug des herabfallenden Blitzableiters (dank CGI) im Remake etwas spektakulärer gestaltet ist und zusätzlich noch Glasscherben auf den Priester hinabrasseln, unterscheidet sich auch hier nichts vom Original.








Im Original erfährt Thorne durch die Zeitung den Tod des Priesters. Im Remake ist es etwas moderner via Email. Im Original lautet die Bildüberschrift: „Priest impaled in bizarre tragedy“. Selbst das unterscheidet sich im Remake nur minimal („Priest killed in bizarre tragedy“).


Ich könnte quasi den gesamten Film hier vergleichen, aber ich denke, dass die gezeigten Bilder ausreichen sollten.

Fazit:
Ich sehne mich nach innovativen Remakes wie Carpenters „Das Ding aus einer anderen Welt“ oder Cronenbergs „Die Fliege“ zurück, denn inhaltlich exakte Kopien brauchen wir leider nicht. So gut wie der Film (vorallem handwerklich) auch ist, kann er als eigenständiges Werk nicht unterhalten. Der Filmfan, der das Original nicht kennt, sollte sich von daher nur die Frage stellen, welche Interpretation er sich zuerst anschauen sollte. Ich tendiere klar zum Original.

3 Köppe, die sich nur auf die handwerkliche Umsetzung stützen.
 

 

 

 

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