Mel Gibson, Bruce Spence, Michael Preston, Max Phipps, Vernon Wells, Kjell Nilsson, Emil Minty, Virginia Hey, William Zappa, Arkie Whiteley, Steve J. Spears, Syd Heylen
FSK 18
27.08.1982
1983
29.04.1999
20.07.2007
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31.12.1983 - 28.02.2007
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„Wir entbieten Grüße von Humungus! Unserem Herrn Humungus, den Krieger aus dem Wüstenland! Den Ayatollah aller Rock’n’Roller!“
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Okay, ich habe gelogen. Behauptete ich noch im Review zum ersten Teil, dass „Mad Max“ die Mutter aller Endzeitschinken wäre, so muss ich diese Aussage zwar nicht komplett revidieren, aber relativieren.
Da wir uns im ersten Teil zwar in einer Epoche befanden, in der Gesetzlosigkeit das Land beherrschte und die gesellschaftlichen Strukturen kurz vor dem Kollaps standen, so gab es dennoch ein System, das die marode Nation Australiens noch versuchte aufrechtzuerhalten. Dieses System stand zweifelsohne schon damals auf sehr wackeligen Beinen, welche, laut einer markant-männlichen Stimme aus dem Off am Anfang des zweiten Teils, durch einen nicht enden wollenden Krieg (Klimax: ATOMBOMBE!) endgültig weggepustet wurde. Somit setzt die eigentliche Endzeit also erst nach dem großen Knall im zweiten Teil ein. Sprich: Wüste, Sandbuggys, Lederklamotten,...
Wie bereits erwähnt: post-nukleare Wüste. Mitten in dieser Wüste sprudelt das wertvollste Gut der Endzeit: Öl. Bewacht von einer Gruppe Menschen (-> die Guten), die irgendwie aussehen, als wären sie aus einem 80er-Fantasy-Aerobic-Video entsprungen und Jane Fonda als Göttin anbeten. Diese Herrschaften haben es geschafft, das Öl in mehr oder minder großen Stile zu raffinieren. Natürlich blieb dieses nicht unbemerkt, und so terrorisiert eine Horde muskelbepackter Lederfaschos (-> die Bösen) sie. Angeführt werden sie von einem Herrn namens Humungus, Hockeymaskentragender Steigbügel, der gerne seine Muskeln zeigt. Dieser will das Öl, koste es was es wolle. Anfangs gibt er sich noch staatsmännisch und garantiert den Guten eine sichere Abreise, wenn sie die Raffinerie verlassen würden, doch als diese seinem Vorschlag aufgrund von Misstrauen nicht folge leisten, startet er ein BBQ - mit Genfangenen der Guten als Grillgut. Die Lage ist verzweifelt. Eingekesselt warten sie letztlich nur darauf, bis sie keinen Widerstand mehr leisten können. In dieser Situation schafft es Max zu ihnen zu stossen. Eigentlich will er nur seinen Sold abholen, den ihm einer der Guten, der sich nach draußen wagte, versprochen hatte, doch bevor er dieses einfordern kann, ist er bereits Teil des Kampfes um das Öl...
Die Story ist wie Aboriginie-Speer - geradlinig, aber sehr hübsch ausgeschmückt. Große Plot-Twists sind nicht zu erwarten, genausowenig wie tiefgründige Charakterstudien. Ganz im Gegenteil. Es ist ein simpler, aber gerade deswegen harter Endzeit-Kracher über eine Welt in der ein Menschenleben nichts wert ist, genauso wenig wie im Vorgänger. „Mad Max 2“ führt die harte Story des ersten Teil genial fort, wenn auch meines Erachtens ein bißchen zu weit. Okay, die Welt ist im atomaren Overkill zugrunde gegangen, dennoch ist der Sprung vom ersten zum zweiten Teil meines Erachtens ein bißchen zu groß. Dieses mindert die Qualität des Films natürlich nicht, allerdings denke ich mir, das, wenn man die gesamte „Mad Max“-Reihe betrachtet, der direkte Sprung in die Endzeit etwas zu holprig daherkommt. Egal, Teil Zwei rockt und zwar in allen Belangen: ob die musikalische Untermalung, die schauspielerische Leistung, die dargebotene Action - ich wage die These, dass dieser Film in Sachen Endzeit, nie zu übertreffen sein wird!
Fatality:
„Mad Max 2 - Der Vollstrecker“ ist ohne Frage die blaue Mauritius im Briefmarkenalbum der Endzeitfilme (HAH! Da nenn’ ich mal eine Parabel!). Nicht aufgrund der Seltenheit des Films, denn dreimal im Jahr wird er trotz seines Alters noch von den privaten Fernsehsendern zu einer respektablen Sendezeit über das Kabelnetz verstreut, sondern vielmehr aufgrund seiner Einzigartikeit. Sind wir mal ehrlich: halbnackte Männer mit lustigen Ledermasken auf Motorrädern sitzend, gab’s schon desöfteren zu sehen und dieses wurde zirka 50.000 Mal in italienischen Werken kopiert. Der signifikante Unterschied ist bloß, dass es bei „Mad Max 2“ funktioniert. In seiner Einfachheit ist der Film ein gnadenloses, testosteron-strotzendes Endzeit-Monster, das alles niederkloppt, dass sich ihm in den Weg stellt. Alles.
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