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Battlefield Earth - Kampf um die Erde

Battlefield Earth - A Saga of the Year 3000

-

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USA, 2000

ca. 114 Min.

Roger Christian

Corey Mandell

John Travolta, Barry Pepper, Forest Whitaker, Kim Coates, Sabine Karsenti, Michael Byrne, Christian Tessier, Sylvain Landry, Richard Tyson, Christopher Freeman, John Topor, Shaun Austin-Olsen

 

 

FSK 16

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12.07.2001

12.07.2001

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„Als wir euren Planeten angriffen, haben all eure Soldaten mit ihrer hochentwickelten Technologie nur einen Kampf von kümmerlichen 9 Minuten geboten, bevor sie ausgelöscht wurden...und deshalb ist der Mensch eine bedrohte Art.“

 

 

Für den Inhalt des Reviews ist der jeweilige Autor zuständig. Für Fragen wendet euch bitte an diesen.

 
Was kann man von dem Typen erwarten, der eine Religion gründete, die sich auf eine Schöpfungsgeschichte beruft, in der ein fieses Alien namens Xenu Bomben um Vulkane wickelte? Wie...nicht verstanden? Hier...geklaut von Wikipedia:

„Der Lehre Scientologys zufolge ist Xenu ein galaktischer Herrscher, der vor 75 Millionen Jahren Menschen auf die Erde gebracht, sie um Vulkane herum aufgehäuft und mit Wasserstoffbomben in die Luft gejagt habe. Darauf hätten ihre Seelen Schwärme gebildet, die sich an die Körper lebender Menschen angeheftet hätten und die bis heute den Menschen körperliche und seelische Probleme bereiteten.“

So, dieser Herr hat dies, sofern ich das richtig verstanden habe, quasi als Buch Genesis für seine Religion verwendet. So, und was kann man nun also erwarten, wenn der gleiche Herr seinen Gedanken freien Lauf lässt und sich eine Sci-Fi-Geschichte ausdenkt, die NICHT ernst gemeint ist (im Gegensatz zu seiner Religion...)....na, ganz einfach: 'nen total geilen Film!


L. Ron Hubbard, seinerzeit Scientology-Papst und Sci-Fi-Autor, schrieb anno 1980 den Roman „Kampf um die Erde“. 18 Jahre später wird einer seiner Jünger, namens John Travolta, diese Story aufgreifen und eine Trashperle drehen, die man nur noch auf innovativen Sendern wie Tele 5 im Hauptprogramm findet (an einem Freitag-Abend wohlgemerkt...). Ausgestattet mit einem Budget von 73 Millionen Dollar versuchte man, die wirren Gedanken Hubbards auf Zelluloid zu bannen. Ein durchaus mutiges Unterfangen. Besonders wenn man sich überlegt, dass man für 73 Millionen Dollar zirka 146 000 „Point of View“-Pornos (Länge: je 8 - 12 Minuten) hätte drehen können!!! Letztlich wäre diese Geldanlage wohl auch vielversprechender gewesen...

Also...gleich zu Beginn des Films bekommen wir die Zeile um die Ohren geschlagen, dass die Menschheit nun eine bedrohte Spezies ist. Warum? Ganz einfach: die Erde wurde vor 1000 Jahren von den fiesen PSYCHLOS unterjocht. Die sehen in etwa aus wie eine Mischung aus Klingone, Conehead, der „Legion of Doom“ geteilt durch John Travolta mit Schokoriegel im Mund...also ungefähr so:


...und diese Herrschaften haben die sogenannten TIER-MENSCHEN versklavt, die nun in riesigen Bergwerken für die Psychlos arbeiten müssen (also, eigentlich sind es keine Bergwerke, sondern nur irgendwelche verlassenen Industrieanlagen irgendwo in Detroit, Michigan...da wo sonst Cyborg-Filme gedreht werden...). Denn die fiesen Psychlos sind nur an einem interessiert: PROFIT! Und da in bestimmten Regionen die Psychlos nicht arbeiten/überleben können, hat ein Ober-Psychlo namens Terl (TRAVOLTA!) die grandiose Idee ein paar Tier-Menschen an die hochkomplexen Arbeitsmaschinen anzulernen. Ein Novum in der lilafarbenden Welt der Psychlos. Ja, richtig: lilafarbend glänzt ihr Planet und die Oberfläche ähnelt extrem dem Intro aus dem Super Nintendo-RPG-Kracher „Shadowrun“ (das wiederum bei „Blade Runner“ angelehnt wurde). Dies aber nur als Zusatz-Info nebenbei...


Terl macht sich nun auf, ein paar Tier-Menschen auszubilden. Einer von ihnen heißt JOHNNY GOODBOY TYLER, ein drahtiger Bursche mit bescheuerten Namen (was er und seine Freunde wohl auch selber wissen, denn er wird nur Johnny genannt), der durch die post-nukleare Wildnis der Rocky Mountains joggt, Tierfelle (wie „Ator - Der Unbesiegbare“) trägt und auch schon mal eine Ratte isst, um zu überleben. Natürlich hat sich Johnny Goodboy nicht freiwillig gemeldet, sondern wird mit harter Knute an eine Lernmaschine (heißt wirklich so...) angeschlossen, damit er eben die Fähigkeit erlernt, die hochkomplexen Arbeitsgeräte der Psychlos zu bedienen. An sich dürfte jetzt alles paletti sein...ABER Terl treibt ein doppeltes Spiel. Er will nämlich in Wirklichkeit an einen dicken Batzen Goldreserven rankommen, die in einer radioaktiv-verseuchten Zone liegen. Radioaktive Verseuchung ist natürlich nicht gut. Weder für (Tier-)Menschen noch für Psychlos, aber gerade für Psychlos ist es gefährlich hoch zehn, denn der Sauerstoff in ihren Atemmasken explodiert, wenn er mit Radioaktivität in Berührung kommt (öhm...). Deswegen kann Terl da nicht ran...hmh...die Psychlos können Galaxien durchfliegen...Planeten unterjochen...haben es aber nicht auf die Reihe gekriegt Strahlenschutzanzüge zu entwickeln, die es auf der Erde bereits anno 1940 gab? Wie dem auch sei, dies wird, wie so oft, als filmrealistische Tatsache abgehakt. Aber der Hammer an sich kommt erst noch. Denn die Goldreserven sind nicht irgendwo verbuddelt...nein, sie liegen in FORT KNOX! Natürlich...


Johnny Goodboy soll nun also wie Goldfinger anno 1964 rein in Fort Knox und das Gold raus holen, aber dank der Lernmaschine hat er mehr gelernt als den Psychlos lieb sein dürfte. Aber nicht nur die Lernmaschine hat seine grauen Zellen zum Expandieren gebracht. Er war auch noch kurz in einer alten, verfallenen Bibliothek in Denver, wo er die US-Verfassung fand (...aaarrgghhh...). Vom Keulenschwinger mutiert er auf einmal zum Freiheitskämpfer, der selbst KAMPFJETS der US-Armee fliegen kann. Die US-Armee gibt's natürlich nicht mehr...aber deren Kampfjets halt noch. Fragt nicht, ob die Technik nach 1000 Jahren (!!!) noch reibungslos funktioniert (also, laut Film schon), Sprit haben die Dinger auf jeden Fall noch im Tank. Und so düsen Johnny Goodboy und seine Kumpels durch die Lüfte. Das Wissen, diese Dinger zu fliegen, hat Johnny natürlich nicht von der Lernmaschine, sondern von einem Flugsimulator, der interessanterweise neben den Jets in einem alten Hangar steht (Zufälle gibt's...). Eine Atombombe wird auch noch gefunden (ach, sieh an....). Wie man die Atombombe bedient verrät ein alter Tageslichtprojektor, auf dem ZUFÄLLIG die Bedienungsanleitung für die A-Bombe liegt. Mit der Bombe wird gleich der gesamte Planet Psychlos in die Luft gejagt (wegen der Atmossphäre reicht eine Bombe aus...). Aber das war noch nicht alles. Die Kampfjets zerschießen eine riesige Kuppel, die über New York (oder irgendeine andere kaputte, alte US-Metropole) errichtet wurde. Der Grund für diese riesige Käseglocke ist simpel: damit die Psychlos besser atmen können. Dort ist nämlich quasi das Erden-Sklaven-Hauptquartier. Die Kuppel ist kaputt, die Psychlos auf der Erde kippen röchelnd um, ihr lilafarbender Planet teilt das Schicksal des Todessterns und John Travolta wird indes ein Arm weggesprengt und in Fort Knox eingesperrt (ich dachte, das war radioaktiv verseucht? Egal...)...und dort wird er wohl auch noch heute hocken...


Die verwirrenden Höhepunkte der Story sind wiedergegeben (ja, das bedeutet gleichzeitig, dass es noch viele kleinere Merkwürdigkeiten gibt...die sollen aber als „Überraschung“ mal unerwähnt bleiben). Was genau Herrn Travolta dazu geritten hat, den Film so zu produzieren, wie er nun geworden ist, bleibt mir ein Rätsel. Aber das macht auch nichts, denn der Film rockt. Natürlich von der Trash-Warte aus betrachtet. Eine Horde fetter Aliens mit Schulterpolstern, die von einem lila farbenden Planet kommen, versklaven die Menschheit und werden von einem Hippie namens JOHNNY GOODBOY TYLER und ein paar 1000 Jahre alten Kampfets der US Air Force im Schlepptau vernichtet. Das nenne ich mal Kreativität...

Fazit:
Yo...4 Köppe. Was würde ich dafür tun, den geile Shit im Kino zu sehen...
 

 

 

 

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