Patrick Swayze, Lisa Niemi, Anthony Zerbe, Christopher Neame, Brion James, John Fujioka, Brett Hool, Marcel Van Heerden, Arnold Vosloo, James Whyle, Russel Savadier, Joe Ribeiro
FSK 16
14.04.1988
September 1988
16.07.2009
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Grimmig-dreinschauende Lumpenträger düsen mit Windseglern über die sandigen Hügel Namibias. Frauen stoßen Schreckensschreie in die Kamera. Kleine Jungen verstecken sich hinter Felsbrocken. Was geht hier vor sich?
Der gesamte Erdball wurde vor geraumer Zeit durch einen nuklearen Overkill vollkommen gefickt. Übrig blieben öde Wüstenlandschaften - und diese werden vom fiesen Damnil beherrscht - Anthony Zerbe, Sci-Fi-Hochkaräter (hat bereits gegen Charlton Heston und KISS gekämpft). Wer nicht spurt, kriegt gescheuert. Ähnlich ergeht es auch Kasha, die als alleinerziehende Mutter auf einer Wasserfarm lebt und von den Schergen Damnils bedroht wird. Denn Wasser ist das schwarze Gold der Endzeit. Zum Glück taucht am Horizont der recht schweigsame Ex-Soldat Nomad auf, der sich bei der Familie einnistet und sie verteidigt.
Gleich eine ganze Reihe von Hollywoodveteranen purzelt hier über die apokalyptischen Sandhügel. Anthony Zerbe muss nicht weiter erwähnt werden, genausowenig wie Patrick Swayze als auch Brion James. Cast-mäßig pfeffert der Streifen also voll rein. Auch die Umsetzung kann überzeugen. Im Gegensatz zu vielen anderen Genrekollege ist „Steel Dawn“ nicht auf irgendeinem Hinterhof einer alten Industrieruine heruntergekurbelt wurden - hierfür flog man sogar extra nach Afrika und errichtete Sets und schusterte Klamotten zusammen, die - man staune! - sogar Sinn ergeben (obwohl...ergibt es einen Sinn, sich einen Autoreifen um die Wampe zu wickeln?). Auch wenn’s arg an Tattooine erinnert, aber ein bißchen Mos Eisly hat noch keinem Film geschadet, somit sei’s drum. „Steel Dawn“ ist also keine 08/15-Trash-Granate, die nur geschaffen wurde, um heimische Videorecorder zum Explodieren zu bringen. Der Streifen lief sogar in den US-Kinos - allerdings erst nach Swayzes „Dirty Dancing“-Hit - und mit einem überschaubaren Gesamteinspiel von 400.000 Kröten. Letztlich will uns dies alles sagen, dass Swayzes Endzeit-Abenteuer seine Qualitäten besitzt - sich aber auch ’ne Ecke zu Ernst nimmt - was wiederum mit dem ein oder anderen Scheitel im Film nicht wirklich zu vereinbaren ist...
Fatality:
Drei Schädel für Swayzes Endzeit-Drama zwischen Felsbrocken und Durst.
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