...sie sind zurück...sie sind hungrig...und sie sind keine Vegtarier
USA,
1985
ca. 91
Min.
Dan O’Bannon
Dan O’Bannon
Clu Gulager, James Karen, Don Calfa, Thom Mathews, Beverly Randolph, John Philbin, Jewel Shepard, Miguel A. Núñez Jr., Brian Peck, Linnea Quigley, Mark Venturini, Jonathan Terry
FSK 18
20.03.1986
Oktober 1986
30.03.2004
-
?
01.01.1992 (Sat.1)
31.12.1986
-
„Geeehhhöööörrrrnnnn!“
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1985 ließ Dan O’Bannon die Zombies los - auf eine Art und Weise, wie es der Zuschauer zuvor noch nicht gesehen hat.
Während im gleichen Zeitraum (zumeist) italienische Regisseure versuchten ihre, recht unterbudgetierten Produktionen, dem Zuschauer als bierernste Schocker zu präsentieren, obwohl das Geld teilweise nicht mal reichte, um überhaupt den ganzen Kopf zu schminken, brachte MGM uns die erste wirkliche Zombie-Komödie, die noch heute Maßstäbe setzt und wohl zu den wenigen Streifen zählt, die für dieses Subgenre des Horrors, zumindest meiner Meinung nach, maßgebend waren.
Ruhm und Ehre für diese Glanzleistung gebührt in erster Linie natürlich Dan O’Bannon, Regisseur des Treifens, der zwar immer noch ein weitgehend unbekannter Filmemacher, aber wahrlich kein unbeschriebenes Blatt ist. So schrieb er bereits mit dem jungen John Carpenter das Drehbuch zum genialen „Dark Star“ und, festhalten bitte, zu Film- und Genreklassikern wie etwa „Alien“, „Total Recall - Die totale Erinnerung“, „Das fliegende Auge", „Screamers“, „Lifeforce“ oder dem Zeichtrick-Kult „Heavy Metal“...und als ob das noch nicht genug wäre, zählte er zu den sehr kleinen Kreis an SFX-Künstler, die zu „Krieg der Sterne“ die Effekte beisteuerten. Und dieses velseitige Kreativ-Genie beglückte uns 1985 mit seiner Version der lebenden Toten...
Freddy tritt seinen neuen Job als Hilfskraft in einem kleinen Versandhaus für medizinische Artikel an. Eigentlich sollte es ein leichter Job werden, doch bereits die erste Begnung mit Frank, seinem Vorgesetzten, lässt daran zweifeln, ob er nicht lieber im Bett geblieben wäre. Dieser erzählt ihm, dass Romeros „Night of the living dead“ auf wahren Ereignissen beruhte! Natürlich glaubt Freddy ihm nicht und so beweist Frank es ihm: im Keller der Leichenhallen bunkern alte Fässer - mitsamt Leichen. Frank ist so verschreckt darüber, dass er sogleich eines der Fässer umkippt. Grünes Gas entweicht und Freddy und Frank werden bewußtlos. Als sie wieder zu sich kommen, sind die herumstehenden Präperate auch schon am Leben, aber das scheint anfangs noch amüsant zu sein, als dann im naheliegenden Friedhof, die Untoten aus den Gräbern steigen, wirds gefährlich...
Leute, Leute...jetzt muss ich hier ja noch was schreiben, damit das Review nicht so abprubt abbricht. Aber was soll ich schreiben, außer seitenlange Lobeshymnen? Allein die SFX sollten euch überzeugen, dieses Werk in Lichtgeschwindigkeit zu ergattern. Mal ehrlich, wo sah man jemals SOLCHE Zombies? Wohlgemerkt rein animatronische Effekte...und kein Zieh-Dschi-Ei:
Da ich mir aber meiner journalistischen Vernatwortung bewußt bin (*hust, hust*), muss ich selbstverständlich die obligatorischen Liste abarbeiten. Als da wären... Kamera: top. Schauspieler: erste Sahne. Drehbuch: meisterhaft. Schnitt: rasant. Musik: internationales Ensemble. Erotik: olé. Effekte: wie erwähnt. Bier: bitte.
Leider wurde der vorliegende Teil in Deutschland recht stark gekürzt (2 Minuten) und als ob dies nicht schon genug gewesen wäre, kamen die Wahnsinningen aus der BPJM-Anstalt zusätzlich auch noch auf die bescheuerte Idee, den Film zu indizieren - obwohl sämtliche Gore-Effekte spärlich gesäht sind und diese immer dem amüsanten Grundton des Films unterliegen - und nicht wie in anderen Produktionen bierernst serviert werden. Insgesamt vier (!) Fortsetzungen wurden noch nachgeschoben, von denen lediglich der zweite Teil, an die komödiantische Genialtät des Originals, also diesen Films, herankommen konnte (wobei ich dazu sagen muss, dass es niemals die Intention von Teil 3 war, in die Fußspuren seiner Vorgänger zu treten, was ihn leider ein bißchen zu einem Fremdkörper der Serie macht).
Die Order düfte klar sein: wer den Film nicht kennt, ab in die Videothek, ausleihen und begutachten. Allen anderen sei empfohlen dieses Werk schleunigst in ihre Filmsammlung zu beförden.
Fatality:
Für Zombie-Fans ist „Return of the living dead“ ohne Frage Pflichtprogramm. Hier sitzt und passt wirklich alles, auch wenn es manchmal für einige Stammtischbrüder, die nicht für Klamauk offen sind, ein bißchen zuviel des Guten sein kann. Aber allein der Effekte wegen, die dank Uncut-DVD-Neuauflage endlich auch der deutsche Fan in voller Pracht bewundern darf, sollte man sich dieses Werk (wenigstens einmal) anschauen. 5 Köppe...mehr geht ja leider nicht...
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