Tim Choate, Douglas Carrigan, Maury Chaykin, Peter Falconer, Al Foster, Geoff Harrington, Karen Kennedy, Donna King, Kevin King, Kate Lynch, Alan MacGillivray, Hugh Orr
FSK 18
19.06.1986
28.11.1986
2004
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„Wir lassen denjenigen frei, der seine Freunde aufhängt. Ich würde nicht zögern. Wer sich zuerst meldet, lebt.“
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Das bekommt man auch nicht alle Tage zu Gesicht: ein Trashfilm-Remake zu einem Trashfilm. Anno 1981 drehte Steve Barkett (muss man nicht kennen...) den Endzeit-Schinken „The Aftermath“. Vier Jahre später entschieden sich Paul Donovan und Tony Randel ein Remake nachzuschieben. Warum auch immer. Herausgekommen ist „Def-Con 4 - Der Tag nach dem Tag danach“.
Merkwürdiger Titel. Das Wörtchen „DefCon“ hat mit Sicherheit jeder schon einmal vernommen (in der Regel wird es von hysterischen US-Präsidenten während Alien-Invasionen geschrien...„Oh, mein Gott. Gehen sie sofort auf DEFCON 3...oder ne, 2...am besten gleich 1-10!!!“) und letztlich sind dies ja „lediglich“ die Alarmstufen des US-Militärs...warum der Film als Titel aber Stufe 4 („Friedenszeit“) wählte, ist mir rätselhaft... denn Stufe 1 ist die höchste und bedeutet: NUKLEARER OVERKILL! ...und genau das findet auch statt...
Laut dieser Computerberechnung an Bord einer Raumkapsel, ist die Erdbevölkerung nach 98 Tagen radioaktiver Verseuchung auf ein Minimum gesunken. Nur in der Antarktis siehts noch gut. Tja, dann ab zur Süd-Halbkugel...
Nach dem Atomkrieg ist also alles kaputt. Und das, was noch nicht kaputt ist, wird von einer Horde post-nuklearer Militäros beherrscht, die mit harter Knute durchgreifen, Sklavenhandel betreiben und in alten Industrieanlagen hausen.
Endzeit, wie gewohnt. Und in dieses Szenario kracht Howie. US-Astronaut und über 6 Monate im All, mit zwei weiteren Besatzungsmitgliedern. Diese wissen zwar vom Untergang der Menschheit, wissen aber nicht was sie erwartet. Laut Inhaltsangabe vom Hersteller sollen diese u.a. fleischfressende Mutanen sein. In Wahrheit sind es Hillbillies mit Pumpguns und etwas Dreck im Gesicht. Fleischfressen tun sie aber trotzdem und so wird als erstes Howies Commander gefuttert. Aber das ist nicht mal sein größtes Problem, sondern die Sklavenhändler, wie bereits erwähnt. So, nun kommt was kommen muss: Aufstand und ab durch die Hecke. Howie wehrt sich gegen die Versklavung und zettelt eine kleine Rebellion an, unterstützt von Vinnie, dicklicher und heruntergekommener Einsiedler mit der Synchron-Stimme von Homer Simpson und J.J., verwirrte Anfang-30er im englischen Schulmädchen-Kostüm. Diese drei schaffens es auch mit Ach und Krach vom Festland wegzukommen und ein altes Segelboot in Richtung Nirgendwo zu kapern. Den Bösen geht es indes an den Kragen...eine Atombombe, die an Howies Rettungskapsel angeschlossen war, fliegt in die Luft (natürlich in Form von Dokumentationsmaterial).
Somit ist die Menschheit um eine Atomexplosion reicher und wir um einen Film mehr.
Höhepunkte besitzt der Film keine, wenn man von dem fetten umgebauten Bagger, den Vinnie als Fortbewegungsmittel nutzt und den ersten 20 Minuten mal absieht, denn diese sind überraschend spannend und beklemmend inszeniert. Die drei Astronauten hocken in ihrer Raumstation und müssen mit ansehen, wie die Welt unter ihnen zugrunde geht. Einziges Informationsmittel sind anfangs Nachrichtensendungen und dann nur noch eine Botschaft von Howies Frau, die langsam dem Strahlentod entgegen geht. Wenn man nach 20 Minuten aber entscheidet auf die Erde runterzurasseln, bricht der Film (leider) ein und wir bekommen Hinterwald-Endzeit, wie wir sie schon tausendmal gesehen haben.
Fatality:
2 Köppe. Mal gucken, was das Original mit sich bringt...
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