Stuart Smith, Richard Harrison, Paul Branney, Gary Carter, Alan Friss, Jimmy Bosco, Roger Seller, Alfred Pears
FSK 18
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„Gordon, das ist meine Ninja-Herausforderung.“
Für den Inhalt des Reviews ist der jeweilige Autor zuständig. Für Fragen wendet euch bitte an diesen.
Huah! Platz da! Ninja! Und zwar „COBRA AGAINST NINJA“!
Ein kleiner Schock vorweg: Es gibt keine „Cobra“ in diesem Film, - also, nicht wie erwartet - weder die Tierart (wäre ja auch zu doof...), noch irgendeine Organisation, die so heißt (wir wissen ja alle, dass besonders im südost-asiatischen Raum Gangsterclans gerne tierische Namen tragen). Dafür aber einen blauen (bösen) Ninja, der sich Cobra nennt. Zwischen den Namen und der Person kann man nichts assoziieren. Weder kämpft er wie eine Cobra, noch sieht er so aus (also, von der Kostümierung her), aber egal, hauptsache der Titel ist schmissig. Das alles macht auch nichts, denn dafür bekommen wir 5 grandiose Ninja-Minuten serviert, die zweifelsohne unter die „Top Ten“ aller Ninja-Momente gehören. Ja, richtig gelesen. Die besten 5 (!) Minuten. Dem aufmerksamen Leser wird aufgefallen sein, dass die offizielle Länge des Films eigentlich 90 Minuten beträgt (um genau zu sein eigentlich nur um die 80 Minuten...aber für das deutsche Cover wurde die Länge mal schnell nach oben gepimpt, um den Standardwert 90 zu erreichen), aber wie schon so oft gesehen, wurden mal wieder zwei Filme zu einem zusammengeschnitten, oder im diesen Fall eher: ein gewöhnunsbedürftiger Gangsterstreifen wurde mit Ninjamaterial für den westlichen Markt versüßt.
Und von diesem Misch-Masch sind natürlich nur die Ninja-Szenen von Interesse, wobei man diese hier auf besagte 5 Minuten beschränken kann, die einem zum quiken bringen. Es handelt sich hierbei um genau zu sein, um die Eröffnungssequenz des Films, sowie das Grande Finale.
Gleich zu Anfang stolpert unser Held (Richard Harrison FOR THE WORD!) in einem pinken Ninja-Kostüm über Wiesen und Felder, um dann einen Berg zu erklimmen auf dessen Spitze er laut insTal brüllt: „NIIIIIIIIIIIINNNNJJAAAAAAAAAA!“ (ja, wirklich...).
Einen Sinn hat diese Szene nicht. Braucht sie auch nicht. Ist ja auch ein Ninja-Film. Die haben keinen Sinn, sondern ACTION, baby! YEAH! Deswegen gehts auch gleich mit einer Schlägerei weiter, bei der dem Zuschauer der abstruse Plot dargelegt wird.
Der böse Ninja (mit dem blauen Stirnband) tötet alle anderen Ninja. Hier den Gelben (rechts...heutzutage kann auch jeder ein Ninja werden...). Warum? Ganz einfach. Weil er ein Ninja ist. Deswegen. In der deutschen Synchronfassung spricht man von einer ominösen „Ninja-Herausforderung“, die englische Version ist hierbei viel plumper und somit ulkiger. Laut eigener Aussage, ist der blaue Ninja einfach als „Ninja-Krieger geboren“ und muss DESWEGEN jeden (und sich selber) seine Stärke beweisen. Originalzitat...
Böser Ninja:„Ich bin geboren als Ninja-Kämpfer - und ich beweise jetzt den Ninjas, ich bin der Beste von allen!“
So einfach ist das...und deswegen wird sich geprügelt...
Natürlich ist der gelbe Ninja mit der expansiven Haarpracht kein Problem, deswegen muss was stärkeres her. Dies kann nur einer sein: GORDON (aka. Richard Harrison FOR THE WORD!)! Bekannt aus...ach, jeden Film, bei dem ein „Ninja“ am Titel dranhängt...
In einem persönlichen (!) Telefongespräch (ja, so machen die Ninja das heutzutage...) fordert der blaune Ninja Gordon quasi heraus, da er ihm die „Ninja-Herausforderungskarte“ anbietet, die Gordon laut Ninja-Kodex NATÜRLICH annehmen muss. Es wird vereinbart, sich „morgen zum Kampf zu treffen“. Ist ja wie in der Schule...
...und dies ist quasi schon das Finale. Böser (blauer) Ninja, gegen guten (rot-gelben) Ninja. Die obligatorischen Ninja-Stirnbänder sind natürlich auch wieder dabei (siehe „Bionic Ninja - Formel des Todes“ oder „Ninja Hunt“...). Hier nur mal so am Rande ein kleiner Vergleich...scheinen ALLE den gleichen Ninja-Herrenausstatter zu haben...hust, hust...
Aber die Stirnbänder sollen uns gar nicht so sehr interessieren, auch wenn sie amüsieren. Sondern vielmehr der große Endkampf: Cobra gegen Gordon.
Das es hierbei heiß hergeht ist natürlich klar. Sogar Ninja-Schwerter werden ausgepackt. Rolle rückwärts gibts auch. YEAH!
Am Ende obsiegt natürlich Gordon, unser Held, und Cobra muss sterben. Das ist die Strafe, dass er die heilige Ninja-Herausforderungskarte einfach so zu seinem eigenen Zweck ausgenutzt hat. Mehr gibt es nicht. Nichtmal einen Abspann...
Das macht aber auch nichts, denn schon diese 5 Minuten waren heiß genug, um zu überzeugen. Natürlich gibts noch den anderen Plot, der auch die ein oder andere Merkwürdigkeit aufzubieten hat (wie z.B. Mini-Bomben, die NUR Verbrecher töten...muss man nicht verstehen...), letztlich wirkt diese Storyline aber etwas quälend. Das hätte der Schnittmeister wissen müssen - denn wenn Ninja-Gordon durchs Bild poltert, dann will der Zuschauer nur ihn und nicht durch andere Merkwürdigkeiten abgelenkt werden! Ich warte immer noch auf den ersten, reinen Gordon-Ninja-Film...ohne Auffüll-Szenen...
Wer mehr über den Rest der Story wissen möchte, soll sich gerne die Inhaltsangabe von der Videohülle zu Gemüte führen, denn besser hätte ich sie auch nicht ausschmücken können...
„Die vier Army-Rekruten David, Kirk, Ben und Chester nehmen Abschied von ihrer Truppe. Ewige Freundschaft haben sie sich und ihrem Ausbilder, dem Ninjutsu-Spezialisten Gordon, nach der knallharten Spezialkampfausbildung geschworen. Eine Freundschaft, die sie sich schon kurze Zeit später gegenseitig beweisen müssen, als sie in üble Machenschaften skrupelloser Glücksspieler hineingezogen werden. Korruption und schnelles Geld regieren diese brutale Szene. Ein tödlicher Konflikt bahnt sich an, als die Gangster Chesters Mutter töten und seine Schwester mit eiskalter Methodik kidnappen. Mit brennendem Verlangen nach Rache und mit Unterstützung Gordons nehmen die vier Freunde den unerbittlichen Kampf gegen die Verbrecher auf.“
Fatality:
4 Köppe. Für den Dialog, die Kostüme, den Salto-Fights und „NINJJJAAAAAA!“. Auch wenn die angesprochenen 5 Minuten Wahnsinn sind und der Rest eben Auffüllmaterial, so reicht der filmische Rest, der einem an der Hirnrinde kleben bleibt, locker um fröhlich jauchzend aus der Erinnerung auf diesen Film zurückzublicken.
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