Jeon Ji-hyeon, Allison Miller, Liam Cunningham, JJ Feild, Koyuki, Yasuaki Kurata, Larry Lamb, Andrew Pleavin, Michael Byrne, Colin Salmon, Masiela Lusha, Ailish O’Connor
FSK Keine Jugendfreigabe
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05.11.2009
19.11.2009
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„I kill the bloodsuckers. They provide me what I need to survive.“
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Merkmale eines (unfreiwilligen) Trashfilmes: „Der Trashfilm als unfreiwillig schlechte Produktion beruht im Wesentlichen auf drei Voraussetzungen:
1. Fehlende finanzielle Mittel.
2. Fehlendes Talent.
3. Die Intention der Schaffenden, einen ’guten’ Film zu machen.“
(www.wikipedia.org/wiki/Trashfilm)
Und alle drei Merkmale sind in dieser filmischen Gurke auszumachen. Was? „Hatte doch ein fettes Budget!“, schreit ihr? Leute, Thirty Million Bucks sind doch nicht mehr viel. $300 Mill. ist die Messlatte... jedenfalls, wenn man eine ordentliche Mangaverfilmung auf den Markt schmeißen will. Diese kontroverse Behauptung werf ich jetzt mal so als subjektive Objektivität in den Raum. Wie, glaubt ihr nicht? Mir schnuppe. *grins*
Die Darsteller allesamt untalentierte Knallchargen aus der C-Tüte: Gianna (heißt die „Hauptdarstellerin“, kommt aus Südkorea und macht sich janz vorzüglich in japanischer Schulmädchen-Uniform. Ob das den Japanern gefiel? Ach, was frag ich da... die haben ja mitproduziert!); Allison Miller (eingeschobener Sidekick, hatte vorher so erbauliche Statistenrollen wie Schuhverkäufer oder Punk oder Flashbackmodel als „junge Irgendwas“); Liam Cunningham (Sidekick No. 2, irischer Darsteller, gewann mal 'ne Auszeichnung beim Cherbourg-Octeville Festival of Irish & British Film); Koyuki (Oberbaddie, die durfte zumindest mal Tom Cruise den Rücken schruppen und überzeugte in „The Last Samurai“); Colin Salmon (08/15-Baddie, zuvor in „Punisher: Warzone“ ebenfalls zappelig aufgefallen) und so weiter und so fort. Was mir aber persönlich besonders viel Spaß machte, waren die völlig talentfreien F/X-Künstler, die neben Monstern aus dem Atari-PC auch feinstes CGI-Blut in Bubbles-Form und Laster im PSOne-Stil produzierten! Hammer! Im Prinzip sind das schon die Hauptbestandteile! An den weiteren Crewmitgliedern erkennt man dann den Wunsch, einen wirklich Hochkaräter abliefern zu wollen, der aber total misslang: Writer Chris Chow (machte mit dem Skript zu „Fearless“ auf sich aufmerksam) kann man keinen Vorwurf machen - er mußte schließlich aus einen 40minütigem Comic einen abendfüllenden Spielfilm zaubern - , Actionregisseur Corey Yuen hat die Fights ordentlich aus dem Handgelenk geschüttelt und der nominelle Director Chris Nahon (hat zuvor gute Filmware mit „Kiss of the Dragon“ und „Das Imperium der Wölfe“ abgeliefert) hielt die ganze Chose notdürftig zusammen, ohne dass ich einschlief.
Gibt es eigentlich eine Story? Joa, gibt es. Guter Vampir Saya schlitzt im Auftrag des „Ältestenrates“ böse Vampire unter Führung von Onigen auf. Gleich zu Beginn fährt Heldin Saya U-Bahn, ganz zufällig ist der einzige weitere Fahrgast ein Vampir böswilligerseits, der schweißperlend das Zeitliche segnet. Dann hatte ich wohl einen Sekundenschlaf, denn ich kann mich nicht mehr erinnern, warum Saya in der nächsten Szene schon in die Schule einer Militärbasis abkommandiert wird. Dort sollen auch böse Vampire ihr Unwesen treiben, die hat Saya natürlich kaltzumachen. Macht sie auch, denn die bösen Blutsauger sind irgendwie zu riechen. Womöglich ist dieser Einschub nötig gewesen, um das Tragen der aus dem Manga bekannten Schuluniform zu rechtfertigen. Und um uns Zuschauer die Tochter des Basisleiters vorzustellen. Die hat allerdings nix zu melden, außer ihrem Daddy den durch die Lüftungsanlage geschielten Mord an zwei vermeitlichen Schulkameradinnen, die aber vampirmäßig der kleenen Alice Blut abzapfen wollten. Klingt verwirrend? Sorry, soll es nicht sein - ist nur totale Banane. Die ganze Geschichte! Denn im Prinzip rennt Saya die ganze Zeit durch die Gegend und schlitzt in schönster Wirearbeit Blassgesichter auf. Die kommen machmal zu Dutzenden und enden als Geschnetzeltes. Hin und wieder ein paar Flashbacks (woher kommt Saya, woher kommt Onigen?), dann wird bis zum Finale weiter das Schwert geschwungen.
Wer in irgendeiner Weise berührt werden möchte, oder mit verschlungenen Plottwists gefesselt werden will, sollte um „Blood: The Last Vampire“ tunlichst einen weiten Bogen machen. Wer allerdings schöne bunte Bilder mit gut choreographierten Swordsplay (inkl. grausig getricksten Bluteffekten und jämmerlichen Kreaturen) sehen möchte, hat mit dem Film einen netten No-Brainer, der überraschend gut unterhält. Und zwar, weil er mich, den müden Dauergucker, mit steter Daueraction zudröhnt. Gurke? Ja! Trash? Ja! Aber ein etwas teurer aussehender... von den Bildern her!
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